Europäische Webbrowser sind seltener als europäische Suchmaschinen, doch es gibt echte Optionen: Vivaldi und Opera aus Norwegen, Mullvad Browser aus Schweden, Ecosia Browser aus Deutschland und Community-Builds wie LibreWolf. Firefox steht zusätzlich als Open-Source-Alternative in der Liste, die sich forken und selbst bauen lässt.
Datenschutzorientierte Browser
Mullvad Browser entsteht zusammen mit dem Tor Project und soll Tracking und Fingerabdrücke minimieren; er ist Open Source, kostenlos und läuft unter Linux, macOS und Windows.[1] LibreWolf ist eine unabhängige, überwiegend von der Community getragene Firefox-Version, die aus dem aktuellen Firefox-Stable-Quellcode gebaut wird und auf Telemetrie verzichtet.[2] Firefox selbst versteht sich als unabhängiger Browser, der Tracker blockiert.[3]
Funktionsreiche Alltagsbrowser
Vivaldi beschreibt sich als unabhängiges Browserunternehmen mit Sitz in Norwegen und Island.[4] Eingebaut sind Werbeblocker, Mailprogramm, Kalender, Feed-Reader, Tab-Stapel und Seitenübersetzung.[5] Opera entstand in Oslo, das bis heute der Heimatstandort ist.[6] Der Ecosia Browser finanziert Baumpflanzungen und erneuerbare Energien.[7]
Worauf zu achten ist
Die meisten dieser Browser basieren auf einer Chromium- oder Firefox-Engine von außerhalb Europas. Der Vorteil liegt deshalb im Unternehmen, im Umgang mit Daten und in den Funktionen, nicht in einer eigenen europäischen Engine. Eigentümer und Open-Source-Status stehen auf den Produktseiten, bevor du wechselst.