Ein DNS-Anbieter in dieser Kategorie hostet die autoritativen Nameserver einer Domain. Wer eine Domain besitzt, trägt dort ihre Einträge ein, etwa die Adresse der Website, die Mailserver und Bestätigungseinträge, und der Anbieter beantwortet jede Abfrage für diese Domain. Das ist etwas anderes als ein öffentlicher DNS-Resolver wie 1.1.1.1 oder 8.8.8.8, der Abfragen im Auftrag seiner Nutzer beantwortet. Zu Resolvern siehe DNS-Server und Resolver.
Worauf es bei einem europäischen DNS-Anbieter ankommt
Das Domain Name System übersetzt Domainnamen in IP-Adressen, ein Ausfall beim DNS-Anbieter nimmt deshalb Website und E-Mail gemeinsam vom Netz. Bei der Auswahl zählen die folgenden Punkte.
Rechtsraum und DSGVO
Ein Anbieter mit Sitz in Europa verarbeitet die Abfragedaten der Besucher einer Domain nach der DSGVO. Das ist besonders für Unternehmen wichtig, die dokumentieren müssen, wo solche Daten verarbeitet werden.
Sicherheitsfunktionen
DNSSEC signiert die Einträge einer Domain, damit gefälschte Antworten auffallen. Viele Anbieter bieten außerdem DDoS-Schutz und redundante Nameserver an mehreren Standorten. Vor einem Umzug sollte geprüft werden, ob der Anbieter DNSSEC mit automatischer Schlüsselverwaltung unterstützt.
Leistung in Europa
Nameserver nah an den Besuchern antworten schneller. Anbieter mit mehreren Standorten in Europa verkürzen die Abfragen für Zielgruppen dort.
Support
Anbieter aus Europa bieten meist Support in mehreren europäischen Sprachen an, was bei Domain-Umzügen, DNSSEC-Änderungen und Störungen hilft. Vor einem Umzug lohnt es sich zu prüfen, welche Eintragstypen unterstützt werden, ob es eine API zur Automatisierung gibt und wie der Anbieter einen Domain-Transfer ohne Ausfall abwickelt.
Manche Anbieter hier verkaufen auch Domains oder Webhosting, manche verbinden DNS mit einem CDN. Die Seite Europäische Alternativen zu Cloudflare zeigt, wie diese Dienste zusammenspielen.