Zu den europäischen Alternativen zu Firefox zählen LibreWolf, Mullvad Browser (Schweden), Vivaldi (Norwegen), Opera (Norwegen) und Ecosia Browser (Deutschland). Firefox wird von Mozilla in den USA entwickelt. Wer eine Firefox-Alternative sucht, will meist strengere Datenschutz-Einstellungen ab Werk, einen anderen Funktionsumfang oder einen Anbieter mit anderem Geschäftsmodell.
Gleiche Engine oder eine neue
Die Alternativen teilen sich in zwei Gruppen. LibreWolf und Mullvad Browser bauen auf dem Firefox-Code auf, Websites und viele Erweiterungen verhalten sich deshalb ähnlich wie in Firefox. Vivaldi, Opera und Ecosia Browser basieren auf Chromium, der Engine hinter Google Chrome, und nutzen dessen Erweiterungsshop.
Die Browser im Vergleich
| Browser | Herkunft | Basis | Schwerpunkt |
| LibreWolf | Community-Projekt | Firefox | Firefox ohne Telemetrie, uBlock Origin ist enthalten |
| Mullvad Browser | Schweden | Firefox | Schutz vor Fingerprinting, mit dem Tor Project entwickelt und für den Einsatz mit einem VPN gedacht |
| Vivaldi | Norwegen | Chromium | Anpassbare Oberfläche mit eingebauten Werkzeugen wie Notizen und Screenshots |
| Opera | Norwegen | Chromium | Eingebauter Werbeblocker, Seitenleisten-Apps und ein kostenloses VPN |
| Ecosia Browser | Deutschland | Chromium | Desktop-Browser der Suchmaschine Ecosia, im April 2024 gestartet |
Der Eigentümer spielt eine Rolle
Opera hat seinen Hauptsitz in Oslo, laut Geschäftsbericht 2024 hält aber das chinesische Unternehmen Kunlun indirekt rund 69 Prozent der Anteile. Das Verzeichnis kennzeichnet das mit einem Hinweis auf der Produktseite. Vivaldi, Mullvad Browser und Ecosia Browser sind nicht gekennzeichnet.
Was vor dem Wechsel zu prüfen ist
- Welche Erweiterungen genutzt werden und ob es sie für den neuen Browser gibt.
- Wie Lesezeichen, Passwörter und offene Tabs importiert oder synchronisiert werden.
- Ob strenge Datenschutz-Einstellungen Logins oder Banking-Seiten stören, was bei Mullvad Browser und LibreWolf vorkommen kann.