VMware mit vSphere und ESXi als Kern war über viele Jahre die Standard-Virtualisierungsplattform in Unternehmen. Broadcom, ein US-Konzern für Halbleiter und Infrastruktursoftware, hat die Übernahme von VMware am 22. November 2023 abgeschlossen. Am 11. Dezember 2023 kündigte VMware by Broadcom an, alle Produkte auf Abo-Lizenzen umzustellen: Dauerlizenzen werden nicht mehr verkauft, Verlängerungen von Support und Subscription für Dauerlizenzen endeten, und das Portfolio wurde auf wenige Pakete wie VMware Cloud Foundation reduziert. Bestehende Dauerlizenzen dürfen weiter genutzt werden, Updates und Support gibt es aber nur noch mit Abonnement. Für viele Kunden veränderte das Kosten und Planung, deshalb wird so oft nach VMware-Alternativen gesucht.
Europäische VMware-Alternativen
- Proxmox VE (Österreich): KVM-Maschinen und LXC-Container mit Weboberfläche, Clustering, Hochverfügbarkeit, Ceph und ZFS. Keine Lizenzgebühr, optionales Support-Abonnement, und die am weitesten verbreitete Wahl unter den Open-Source-Optionen.
- XCP-ng (Frankreich): ein Xen-basierter Hypervisor mit Xen Orchestra für Verwaltung und Backup sowie Werkzeugen, um Maschinen aus VMware zu übernehmen. Geeignet für Pools mit gemeinsamem Speicher.
- OpenNebula (Spanien): eine Plattform für Cloud- und Virtualisierungsmanagement für private Clouds und mehrere Standorte. Mehr Einarbeitung als bei einem schlichten Hypervisor, im Umfang aber einem kompletten VMware-Aufbau am nächsten.
- SUSE Virtualization (Deutschland): virtuelle Maschinen auf Kubernetes-Basis. Passt am besten zu Teams, die schon Kubernetes oder Rancher betreiben.
Vor der Migration
Ein Wechsel ist ein Projekt und kein Download. Genutzte Funktionen wie Snapshots oder Hochverfügbarkeit, Backup-Werkzeuge, Speicher und Netzwerkdesign müssen auf die neue Plattform übertragen werden, und ein Pilot mit wenigen unkritischen Maschinen zeigt, wo Lücken liegen. Vergleichstabelle und Checkliste stehen unter Virtualisierungsplattformen.