Eine Virtualisierungsplattform lässt viele virtuelle Maschinen auf wenigen physischen Servern laufen und verwaltet sie: Hosts, Cluster, Speicher, Netzwerke, Backups und das Verschieben von Maschinen zwischen Hosts. VMware vSphere war lange der Standard in Unternehmen. Seit Broadcom VMware gekauft und die Lizenzierung geändert hat, suchen viele Organisationen eine VMware-Alternative. Diese Seite listet Virtualisierungsplattformen europäischer Hersteller, die im Kern alle quelloffen sind.
VMware-Alternativen im Vergleich
| Plattform | Hersteller und Sitz | Technik | Lizenz und Modell | Typischer Einsatz |
| Proxmox VE | Proxmox Server Solutions GmbH, Wien, Österreich | KVM-Maschinen und LXC-Container | AGPL, keine Lizenzgebühr, optionales Abonnement | Einzelne Hosts bis Cluster mit Ceph oder ZFS |
| XCP-ng | Vates SAS, Grenoble, Frankreich | Xen-Hypervisor mit Xen Orchestra | Open Source, kostenpflichtiger Pro-Support | Pools mit gemeinsamem Speicher und Live-Migration |
| OpenNebula | OpenNebula Systems S.L., Madrid, Spanien | Cloud- und Virtualisierungsmanagement | Apache 2.0, Abonnement mit Support | Private Clouds und Mehrstandort-Setups |
| SUSE Virtualization | SUSE, Nürnberg, Deutschland (Sitz in Luxemburg) | Hyperkonvergente Plattform auf Kubernetes | Open Source, SUSE-Abonnement | VMs und Container in einem Cluster |
Was vor dem Wechsel von VMware zu prüfen ist
- Bestandsaufnahme: Hosts, virtuelle Maschinen, Gastbetriebssysteme und genutzte Funktionen zählen, etwa Snapshots, Live-Migration oder Hochverfügbarkeit.
- Umgebende Werkzeuge: Backup-, Monitoring- und Speicherprodukte müssen die neue Plattform unterstützen. Proxmox VE, XCP-ng und SUSE Virtualization bringen jeweils eigene Backup- und Migrationsfunktionen mit.
- Migrationsweg: Proxmox VE, XCP-ng, OpenNebula und SUSE Virtualization bieten Werkzeuge, um Maschinen aus VMware zu importieren. Erst mit wenigen unkritischen Maschinen testen.
- Know-how und Support: Open Source spart Lizenzkosten, aber jemand muss den Betrieb übernehmen. Alle vier Hersteller verkaufen Support-Abonnements.
Den Hintergrund erklärt die Seite Europäische Alternativen zu VMware. Für gehostete Server statt eigener Hardware gibt es die Kategorie VPS-Hosting.